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MissionZero: Auf dem Weg zur Klimaneutralität

 

Die Marktgemeinde Hard wird in den kommenden Jahren ihre Verwaltung klimaneutral organisieren und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – für kommende Generationen und als wichtige Unterstützung für das Land Vorarlberg beim Erreichen der Ziele der „Energieautonomie+ 2030“.

Die Marktgemeinde Hard ist seit 2013 Mitglied beim e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden und leistet seither einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Ziele der „Energieautonomie+ 2030“ des Landes Vorarlberg. 

Die Gemeinde kann bereits jetzt ein umfassendes Energieberichtswesen sowie vielfältige Aktivitäten zur Vermeidung und Reduktion des Energieverbrauchs und somit von CO2-Emissionen vorweisen. Aufgrund der Notwendigkeit der Erreichung beschlossener Klimaschutzziele auf internationaler, nationaler sowie auf regionaler Ebene, möchte die Marktgemeinde Hard ihre bereits vorhandenen Ambitionen im Klimaschutz aber weiter intensivieren. 

Höchstmögliche Reduktion von CO2-Emissionen
Dem Landtagsbeschluss der Vorarlberger Landesregierung aus dem Jahr 2018 zur „MissionZeroV“ folgend, sollen die kommunalen CO2-Emissionen bis spätestens 2040 durch gezielte Maßnahmen höchstmöglich reduziert werden. CO2-Emissionen, die trotz umgesetzter Reduktionsmaßnahmen nicht vermieden werden können, sollen jährlich monetär nach Vorgaben des Landes bewertet werden. Dieses Geld wird innerhalb des Gemeindebudgets zweckgebunden in zusätzliche Klimaschutzprojekte im Wirkungsbereich der Marktgemeinde Hard reinvestiert.

Damit ist die Marktgemeinde Hard eine der ersten Gemeinden in Vorarlberg, die das umfassende Programm und ambitionierte Ziel von „MissionZero“ durch Beschlussfassung in der Sitzung der Gemeindevertretung am 30. Juni auf den Weg gebracht hat.

Wie im Beschluss der Gemeindevertretung festgelegt, wird die Gemeinde Hard jährlich die verursachten CO2-Emissionen aus der Strom- und Wärmeversorgung gemeindeeigener Gebäude und Anlagen, sowie von Gebäuden und Anlagen, an denen die Gemeinde eine Mehrheitsbeteiligung besitzt, ermitteln. Dasselbe gilt für den gemeindeeigenen Fahrzeugpool und für Dienstreisen von Gemeindebediensteten.

Vielfältiges Maßnahmenpaket im Zeichen des Klimaschutzes
Durch Reduktionsmaßnahmen und die Umstellung auf erneuerbare Energieträger sollen CO2-Emissionen bis 2040 möglichst zur Gänze vermieden werden. Konkret sehen die Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels u. a. eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger am gesamten Endenergiebedarf der kommunalen Gebäude und Anlagen für Heizung, Kühlung und Strom auf 50% im Jahr 2030 und auf 100% im Jahr 2040 vor. 

Weiters sollen bestehende Ölkessel bis Ende 2030 und weitere fossile Heizsysteme bis spätestens 2040 durch Anlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger ersetzt werden. Hiervon ausgenommen sind Systeme der kritischen Infrastruktur bzw. Gebäude, deren weitere Nutzung mittelfristig unklar ist.

Das Maßnahmenpaket beinhaltet ebenso einen Stufenplan zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude, wobei Sanierungsvorhaben als sogenannte Best-Practice-Sanierungen nach den Vorgaben des „Kommunalen Gebäudeausweises“ umgesetzt werden. 

Neubauten sollen künftig nach vorbildlichem Standard errichtet und deren Energiebedarf durch erneuerbare Energieträger gedeckt werden. Außerdem werden geeignete Dachflächen kommunaler Gebäude bestmöglich mit Solarthermie- und/oder Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Was den gemeindeeigenen Fahrzeugpool betrifft, soll dieser, sofern für den jeweiligen Einsatzbereich möglich, schrittweise auf emissionsfreie Antriebssysteme, wie z. B. E-Fahrzeuge mit Ökostrom-Betrieb umgestellt werden.