In ihrer Sitzung am 29. April hat die Gemeindevertretung der Marktgemeinde Hard den Rechnungsabschluss 2025 beschlossen.
Der Rechnungsabschluss 2025 der Marktgemeinde Hard bestätigt eine verantwortungsbewusste und nachhaltig ausgerichtete Finanzpolitik. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds konnte die Gemeinde ein deutlich besseres Ergebnis erzielen als ursprünglich veranschlagt. Das Nettoergebnis vor Rücklagen beträgt minus 807.082,85 Euro. Im Voranschlag war noch ein Defizit von 1,88 Mio. Euro vorgesehen. Damit fällt das Ergebnis um mehr als eine Million Euro besser aus, als erwartet. Dieses positive Resultat ist insbesondere auf eine vorausschauende Planung, konsequente Haushaltsdisziplin sowie einen sorgfältigen Umgang mit den finanziellen Mitteln der Gemeinde zurückzuführen.
Erfreuliche Einnahmensteigerung Die Erträge aus der laufenden Verwaltungstätigkeit beliefen sich im Rechnungsabschluss 2025 auf insgesamt 38,46 Mio. Euro und lagen damit um rund 600.000,- Euro über dem geplanten Voranschlag. Besonders erfreulich waren dabei die höheren Einnahmen aus den eigenen Abgaben, die um rund 376.000,- Euro über den Erwartungen lagen. Auch bei den Ertragsanteilen konnte ein Plus von knapp 190.000,- Euro verzeichnet werden.
Bürgermeister Martin Staudinger sieht das positive Ergebnis des Geschäftsjahres als gemeinsamen Erfolg aller Abteilungen der Gemeinde. „Durch die enge Zusammenarbeit, das abgestimmte Zusammenspiel und die gezielte Nutzung von Synergien konnten Ausgaben reduziert und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen erzielt werden. Dieses Ergebnis zeigt, wie wichtig ein effizientes und gemeinschaftliches Arbeiten innerhalb der Gemeindeverwaltung ist.“
Vermögen Mit gezielten Investitionen in Infrastruktur und Zukunftsprojekte schafft die Marktgemeinde Hard die Grundlage für eine nachhaltige und lebenswerte Entwicklung der Gemeinde.
Der Vermögenshaushalt erhöhte sich um 692.776,73 Euro auf 160.754.149,54 Euro. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 522.319,40 Euro auf 4.453.274,55 Euro.
Wichtige Investitionen in die Infrastruktur Im Rechnungsjahr 2025 investierte die Marktgemeinde insgesamt 5,49 Mio. Euro in wichtige Infrastruktur- und Bauprojekte. Schwerpunkte waren Investitionen in den Straßenbau (rund 400.000,- Euro), in Rad- und Wanderwege (rund 600.000,- Euro), die Erweiterung des Rohrnetzes (rund 1,14 Mio. Euro) sowie den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur (rund 1 Mio. Euro). Zudem flossen Mittel in den Umbau der Infostelle im Gemeindeamt (rund 160.000,- Euro), die Kleinkindbetreuung „Im Bommen“ (rund 1,6 Mio. Euro), den Neubau des Bauhofs (rund 300.000,- Euro) sowie weitere Maßnahmen zur Modernisierung gemeindeeigener Gebäude und Anlagen.
In einzelnen Bereichen fielen die Ausgaben geringer aus, als geplant, etwa bei Jobrädern, Fahrzeuganschaffungen und beim ÖBB-Bahnhofsvorplatz, wodurch sich budgetäre Einsparungen ergaben. Geringere Ausgaben als budgetiert ergaben sich bei den technischen Anlagen und Fahrzeugen, unter anderem aufgrund einer niedrigeren Nachfrage nach Jobrädern sowie günstigerer Anschaffungskosten für ein Fahrzeug des Wasserwerks. Auch beim ÖBB-Bahnhofsvorplatz kam es zu geringeren Ausgaben, da eine noch ausstehende Rechnung voraussichtlich erst 2026 beglichen wird.
Die (langfristige) Verschuldung stieg planmäßig von rund 31,5 Mio. Euro auf rund 33,9 Mio. Euro. Dies insbesondere aufgrund der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro zur Finanzierung der Investitionen in die Infrastruktur sowie den Bau der Kleinkindbetreuung „Im Bommen“.
Ausblick Die mittelfristige Finanzplanung zeigt, dass die Marktgemeinde Hard zunehmend mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert ist. Obwohl der Rechnungsabschluss 2025 ein solides Ergebnis aufweist, belasten externe Entwicklungen die Erwartungen für die kommenden Jahre. Vor allem die anhaltende Wirtschaftsschwäche, stagnierende Einnahmen aus Ertragsanteilen sowie steigende Transferzahlungen an das Land schränken den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde zunehmend ein. Gleichzeitig werden kommunale Leistungen durch übergeordnete Stellen vielfach nicht ausreichend abgegolten.
Aktuell wird bereits an der Erstellung des Voranschlages für das Jahr 2027 gearbeitet. Im Fokus steht, wie auch schon im Vorjahr, das Erreichen eines ausgeglichenen, wirtschaftlichen, bedarfsorientierten, sowohl seitens der Verwaltung, als auch der Politik vertretbaren, nachhaltigen Voranschlages.