Die Gemeinde Hard startete eine Kampagne für mehr Miteinander zwischen Radfahrern und Fußgängern an der Uferpromenade.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Fußgängerzonen, die für gewöhnlich gar nicht befahren werden dürfen, ist das Radfahren im Bereich des Harder Binnenufers per Ausnahmeregelung erlaubt. Und das soll auch künftig so bleiben, wenn es nach Bürgermeister Martin Staudinger geht: „Wir wollen hier bewusst ein Miteinander ermöglichen. Allerdings gilt auch hier, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die Promenade ist in erster Linie für Fußgänger gedacht, wer radelt soll bitte Rücksicht nehmen und im Schritttempo fahren.“
Um daran zu erinnern startete die Gemeinde daher im Sommer eine Sensibilisierungskampagne und brachte entlang der Uferpromenade Plakate mit der Aufschrift „Weniger Tempo, mehr See“ an.
Aufeinander Rücksicht nehmen Dem Bürgermeister geht es explizit darum, für das Thema zu sensibilisieren. „Ich bin kein Fan von Strafen, wir sind alle mündige Bürgerinnen und Bürger und werden es mit Leichtigkeit schaffen, aufeinander Rücksicht zu nehmen.“ Im Mittelpunkt der Kampagne steht daher die Eigenverantwortung. „Ich bin überzeugt davon, dass genug Platz für alle Erholungssuchenden am Harder Seeufer ist, wenn wir alle aufeinander Rücksicht nehmen.“ Wer es hingegen eilig hat oder sportlich unterwegs ist, hat auf der eigens ausgewiesenen Fahrradstraße ausreichend Platz. Damit gibt es etwas abseits der Fußgängerzone am Ufer freie Fahrt für all diejenigen, die Tempo dem Ausblick vorziehen.“
Staudinger betont abschließend: „Als Radfahrer auf diesem Streckenabschnitt im Schritttempo unterwegs zu sein, kostet lediglich ein paar Sekunden mehr Zeit, ist aber ein großes Plus für alle. Die Uferpromenade ist zum Genießen da, nicht zum Rasen.“ Mit der Sensibilisierungskampagne setzt die Marktgemeinde Hard ganz bewusst auf Aufklärung statt auf Sanktionen. Zudem werden von Seiten der Gemeinde in einem nächsten Schritt auch entsprechende zusätzliche Bodenmarkierungen geplant. Apropos Bodenmarkierungen: Im Zuge der Sensibilisierungskampagne erhielt die Gemeinde im Juli auch Unterstützung durch Kindergartenkinder, die mit Straßenmalkreide Bodenmarkierungen aufgemalt haben, um Radelnde zum Langsamfahren zu motivieren.